Thorben Teyke, Vizevorsitzender des Verbands der Lehrer an Wirtschaftsschulen in Niedersachsen (VLWN), hält nichts von zusätzlichen Lehrer-Meldeportalen. Er lehnt für seinen Verband den gemeinsamen Vorstoß von Landeselternrat und Landesschülerrat ab. In einer gemeinsamen Erklärung hatten die beiden Verbände eine unabhängige, niedrigschwellige Meldestelle gefordert, bei der Eltern und Schüler Fehlverhalten von Lehrern melden können sollen. Teyke warnt vor neuer Bürokratie und meint, mit den Anlauf- und Antidiskriminierungsstellen der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) stünden bereits geeignete Einrichtungen zur Verfügung. Diese müssten bekannter gemacht werden. Aus Sicht des VLWN besteht kein strukturelles, sondern ein Kommunikationsproblem. Der Lehrerverband warnt vor einer Kultur des Misstrauens. Einzelfälle dürften nicht dazu führen, dass „die weit überwiegende Mehrheit engagierter und verantwortungsbewusster Lehrkräfte unter einen Generalverdacht gestellt wird“, heißt es in einer Mitteilung.


