7. Aug. 2026 · 
P und PGesundheit

Landesgesundheitsamt bestätigt erste Tigermücken-Population in Hannover

Sonja Wolken findet Tigermücken. | Foto: NLGA

Sonja Wolken, Parasitologin am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA), bestätigt den Fund einer ersten Tigermücken-Population in Niedersachsen. Entdeckt hat man die exotischen Insekten in einer Regentonne im hannoverschen Stadtteil Döhren. „Durch die Tigermücke allein besteht noch keine erhöhte gesundheitliche Gefahr. Denn aktuell sind die in Deutschland vorkommenden Tigermücken nicht mit Erregern infiziert“, erläutert Wolken. Bringen aber Reisende Erreger wie Chikungunya-, Dengue- oder Zikaviren mit, können die Tigermücken diese aufnehmen und auf Menschen übertragen, die Deutschland nie verlassen haben. Aufhalten lassen sich die Insekten aufgrund des Klimawandels wohl nicht mehr, das NLGA appelliert aber an die Bevölkerung, es ihnen so schwer wie möglich zu machen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsmanagement der Region Hannover gibt die Landesbehörde Ratschläge: Gartenbesitzer werden dazu angehalten unnötige Wasseransammlungen in Gefäßen wie Gießkannen, Eimern oder Pflanzenuntersetzern zu vermeiden. Zudem seien die Behörden bei der Identifizierung weiterer Brutstätten auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Verdächtige Mückenexemplare können zur Identifizierung an das NLGA geschickt werden. Nach Möglichkeit sollte vorab ein Foto per E-Mail an vektormonitoring@nlga.niedersachsen.de eingereicht werden.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #132.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter

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