11. Juni 2026 · 
P und PLandwirtschaft

GAP-Reform: Bundesminister Rainer stärkt dem EU-Parlament den Rücken

Alois Rainer (CSU), Bundesagrarminister, hat die Pläne des Europäischen Parlaments zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 gelobt. Er mahnte in krisenhaften Zeiten Stabilität und Verlässlichkeit für die Landwirte an und warnte vor einer zersplitterten Agrarpolitik. Dass man im Europaparlament gemäß den Ausführungen des Berichterstatters Norbert Lins (CDU) am Zwei-Säulen-Modell festhält, begrüßte Rainer. „Eine GAP ohne ländliche Entwicklung ist wie ein Haus, dem man eine tragende Säule nimmt: Das ganze Gebäude kommt ins Wanken“, sagte der Bundesminister. Einig sind sich EU-Parlament und Bundesminister auch darin, den Vorschlag der EU-Kommission abzulehnen, wonach Zahlungen bei 100.000 Euro gekappt werden sollen. „Ansonsten werden leistungsfähige Betriebe pauschal ausgebremst – sie sind oft große Arbeitgeber in ländlichen Regionen.“ Positiv bewertet Rainer die stärkere Förderung der sogenannten ersten Hektare, wodurch Jung- und Neulandwirte unterstützt werden sollen.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #108.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter

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